Gaius Julius Cäsar

http://www.flickr.com/photos/skasuga/1336874949/
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Der Römer Gaius Julius Caesar ist ganz gewiss einer der berühmtesten Männer der Weltgeschichte. Er eroberte Gallien (ungefähr das heutige Frankreich) für das Römische Reich und machte sich dann zum Alleinherrscher im Römischen Reich. Dass sich aber einer zum Alleinherrscher aufschwang, gefiel vielen Römern überhaupt nicht; deshalb ermordeten sie Caesar.

 

EINE JUGEND IN ROM

Caesar wurde am 12. Juli 100 v. Chr. als Sohn einer alten römischen Patrizierfamilie, vom Geschlecht der Julier, geboren und wuchs in Rom auf. Gaius Marius, sein Onkel, war ein erfolgreicher Feldherr und der politische Führer der so genannten „Popularen“ (der Volkspartei). Cäsars Mutter unterrichtete ihren Sohn selbst und suchte für ihn die besten Lehrer Roms aus, um ihn gut auszubilden. Cäsar war ein guter Schüler und schrieb sehr gerne literarische Werke und später sogar Bücher.

Im zarten Alter von 16 Jahren heiratete Caesar die Cornelia, die Tochter des einflussreichen Politikers Cinna. Durch seine Familienbeziehungen wurde Caesar schon früh in die Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten politischen Gruppierungen verstrickt. 82 v. Chr. verlangte der Diktator Sulla von Caesar die Scheidung von Cornelia. Sulla war Diktator in Rom und ein erbitterter Feind des Marius. Doch Caesar lehnte eine Scheidung entschieden ab.

 

DER BEGINN SEINER KARRIERE

Er verließ Rom und übernahm einen Militärdienst im Osten des Römischen Reiches (Provinz Asia). Erst nach dem Rücktritt Sullas 78 v. Chr. kehrte Caesar wieder nach Rom zurück, ins Zentrum der römischen Welt, und begann eine glänzende politische Karriere. Doch er verließ Rom wieder und machte eine Reise nach Rhodos, wo er Rhetorik, die Kunst der Rede, studierte und gegen Seeräuber kämpfte. Auf dem Weg nach Rhodos wurde er von Piraten gefangen genommen. Gegen Lösegeld wurde Cäsar wieder freigelassen. Daraufhin fand er mit seiner Seestreitmacht die Piraten wieder und ließ sie kreuzigen.

Um 73 v. Chr. kehrte er wieder nach Rom zurück und wurde Mitglied mehrerer Priesterkollegien (Pontifex). Dadurch konnte er in der Politik mehr sagen und bestimmen. Schließlich wurde Cäsar 68 v. Chr. zum Quästor gewählt und sein Name gewann in Rom, auch als Veranstalter prachtvoller Zirkusspiele, eine große Bedeutung.

 

DAS DREIMÄNNERBÜNDNIS = TRIUMVIRAT

Caesar brachte im Jahr 60 v. Chr. die beiden mächtigsten Männer Roms, Crassus und Pompeius, an einen Tisch und versöhnte sie. Die drei schlossen ein Triumvirat (Dreimännerbündnis) und regierten Rom zu dritt.

Als Zeichen der Freundschaft gab Caesar seine Tochter Julia dem Pompeius zur Frau. Im Jahr 59 v. Chr. wurde Caesar mit Unterstützung seiner politischen Freunde zum Konsul und damit ins höchste Staatsamt der Römischen Republik gewählt.

Für die fünf darauf folgenden Jahre wurden ihm die römischen Provinzen Gallien (das heutige Norditalien und Südfrankreich) und Illyrien (die östliche Adriaküste) als Verwaltungsbereich übertragen. Er nutzte diese Zeit und eroberte in den „Gallischen Kriegen” das noch freie Gallien (etwa das heutige Frankreich). Diese schwierigen Kriegszüge gegen die Gallier vergrößerten sowohl die Macht Roms als auch die Macht Caesars. Außerdem startete Caesar Expeditionen nach Osten zu den freien Germanen und nach Britannien, doch konnte er dort nichts ausrichten.

Cäsars Hobbys

 

Als Bericht an den Senat Roms gedacht, verfasste Caesar das Buch Der Gallische Krieg“ (Lateinisch: Commentarii de bello Gallico). Der präzise Sprachstil ließ dieses Buch zur wichtigsten Lektüre für Schüler der lateinischen Sprache werden. Das Schreiben war sein größtes Hobby, aber Cäsar war auch ein sehr guter Sportler und ausgezeichneter Redner.

 

 

DER BÜRGERKRIEG

Im Jahr 56 v. Chr. hatten Caesar, Pompeius und Crassus ihren Bund erneuert, obwohl das Verhältnis zwischen ihnen immer schlechter wurde. Nach dem Tod des Crassus zerbrach 49 v. Chr. das Bündnis endgültig. Pompeius und der Senat forderten Cäsar auf, sein Heer zu entlassen, aber Cäsar hätte dadurch seine Macht verloren und entschloss sich deshalb zu kämpfen. Es kam zum Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius, die beide starke Truppen hatten. Bei Pharsalos in Griechenland fand die Entscheidungsschlacht statt. Pompeius verlor und floh nach Ägypten. Caesar folgte ihm, doch Pompeius wurde schon vor Caesars Ankunft in Ägypten ermordet.

In Ägypten lernte Cäsar die junge Herrscherin Kleopatra kennen. Kleopatra war seine große Liebe und aus der Beziehung erwuchs der gemeinsame Sohn Kaisarion. 45 v. Chr. besiegte Caesar in Spanien seine letzten großen Gegner, nämlich die Söhne des Pompeius.

 

DER DIKTATOR

Er kehrte nun als erster Mann des Staates nach Rom zurück. Dort wurde er zum Diktator auf Lebenszeit bestimmt, ein Amt, das es in der Römischen Republik eigentlich überhaupt nicht gab. Außerdem ließ er sich für zehn Jahre das Amt des Konsuls übertragen und erhielt den Ehrentitel „Vater des Vaterlandes”. Den angebotenen Königstitel „Rex“ wollte Caesar nicht annehmen, trotzdem stellten sich die adeligen Familien Roms gegen Caesar und versuchten seine Alleinherrschaft zu beseitigen.

Dictator perpetuus = Diktator auf Lebenszeit

 

Die ungeheure Machtfülle, die er nun hatte, regte viele Römer auf. Denn solch eine Machtkonzentration war in der Ordnung der Römischen Republik für eine einzelne Person nicht vorgesehen.

 

 

CÄSARS ERMORDUNG

Der Römer Gaius Julius Caesar ist ganz gewiss einer der berühmtesten Männer der Weltgeschichte. Er eroberte Gallien (ungefähr das heutige Frankreich) für das Römische Reich und machte sich dann zum Alleinherrscher im Römischen Reich. Dass sich aber einer zum Alleinherrscher aufschwang, gefiel vielen Römern überhaupt nicht; deshalb ermordeten sie Caesar.

 

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Überarbeitet von Mevlüde Eksi-Tasyürek, B.Ed.